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Metal Scar Festival 2017

Wielander thumbEs war der 14.10.2017, ein schöner Herbsttag, an welchem sich dunkle Gestalten aus nah und fern an dem sonst so unscheinbaren Sachseln in Obwalden für das vierte Metal Scar Festival versammelten.

 

Bereits um 15:00 Uhr eröffnete der im benachbarten Giswil beheimatete Sänger Martin Wieland mit seinen vier erfahrenen Gastmusikern das Festival. Zu dieser frühen Tageszeit fanden erstaunlich viele Besucher den Weg in den Mattlisaal, um dem Heavy Metal von Wielander zu frönen. Dennoch brauchte es ein, zwei Biere, um Stimmung im Publikum aufkommen zu lassen. 

 

Die beiden darauffolgenden Bands hatten ein schweres Spiel, da viele Besucherinnen und Besucher ihr kühles Bier draussen an der Sonne geniessen wollten. Zudem warteten vor dem Mattlisaal weitere Verlockungen: wer wollte, konnte sich spontan ein Tattoo stechen lassen, einen rauchenden Met gönnen oder leckere Pasta verspeisen. Ein grosszügiger Merchstand bot von jeder Band allerlei Artikel, von Shirts über CDs bis hin zu Bierdeckeln.

Mind Patrol thumbWicked Plan thumb

Die Luzerner Heavy Thrasher Mind Patrol, die einen kleinen 'Fanclub' mitsamt dazugehöriger Stimmungsmache aufgeboten hatten, brachten ein solides Programm auf die Bühne. Ebenfalls gehörig Stimmung machte ihr auf der Bühne in bunten Hosen hüpfender Bassist Emil. Es folgten die klassischem Heavy Metal verschriebenen Wicked Plan mit der Frontsängerin Natali, deren Versuche, das Publikum zu animieren auf wenig Resonanz stiessen, trotz Natalies starker Stimme und beeindruckender Bühnenpräsen.

Irony of Fate thumbEternal Delyria thumbUnser im Vorfeld lancierter Wettbewerb für zwei Freieintritte ans Metal Scar hatte bereits erahnen lassen, dass sich viele auf Irony Of Fate aus Bern freuen. Die Band startete in einem mit inzwischen angeheiterten Fans gefüllten Saal. In blutverschmierter Aufmachung motivierte die Frontsängerin Cveti das Publikum für eine Wall of Death und Circle Pits, während die Band mitreissenden Melodic Death Metal spielte. Cveti, welche seit vergangenem Jahr Teil der Band ist und darin als Vokalistin debütiert, überzeugte mit ihrer vielseitigen Stimme auch Fans von gutturalem Gesang.

 

Eternal Delyria aus dem Tessin schlossen an den Melodic Death Metal an, dem sie jedoch eine gehörige Portion Black Metal untermischten. Während sich Frontmann LuTz headbangend unters Publikum mischte und direkt mit seinen Fans abfeierte , füllte sich der Mattlisaal mehr und mehr – Keyboarder Clod begleitete das Ganze als Backgroundvokalist mit tiefen Growls.

 

Die in Luzern angesiedelten EXIT und Dark Despair sind im Vergleich zu den bisher erwähnten Bands schon länger und mit einer etablierten Fanbase dabei, weshalb das Metal Scar-Publikum sich ihre jeweiligen Auftritte nicht entgehen lassen wollte. In gewohnter Manier rockten EXIT mit ihrem Death-Thrash die Bude, während Steve am Bass seine berüchtigten Gesangs-Gesichtsausdrücke zum Besten gab. Dark Despair rechnen ihre Musik nicht frei von Ironie dem Genre «Swissmelodicwhateveroldschooldeathmetal» zu. Wie dem auch sei, sichtlich wie hörbar sind sie durch Bands wie Bolt Thrower und Amon Amarth beeinflusst. Das Publikum goutierte es, die gute Stimmung liess einige übermütig werden, sodass der biergetränkte Boden beim Moshen mehrfach zur Falle wurde.

Exit thumbDark Despair thumb 

Es folgten drei internationale Acts: The Privateer aus Deutschland mit einer authentischen Heavy Folk Metal Show, Ultra-Violence aus Italien mit hartem Thrash Metal und einem energiegeladenen Sänger Loris an der Gitarre, sowie die Headliner Welicoruss aus Russland, die mit einer grossen Symphonic Black Metal Show beeindruckten.

The Privateer thumbUltra Violence thumbWelicoruss thumbHairdryer thumb

Für diejenigen Festivalbesucherinnen und Besucher, die anschliessend nicht auf den Zug eilen mussten, brachten die Classic Hard Rocker Haïrdrÿer nochmals etwas Stimmung in den Mattlisaal und rockten das Gemüt nochmals wach – womit sie für einen würdigen Abschluss des «Metal Scar Festivals 2017» sorgten. 

 

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