Triptykon


Triptykon ist eine Black-Metal-/Death-Metal-Band rund um den Gitarristen und Sänger Thomas Gabriel Fischer. Laut eigener Aussage soll das Projekt einen Ersatz für die 2008 aufgelöste Band Celtic Frost darstellen.

Die Idee zum Bandnamen hatte mehrere Gründe. Er sollte einerseits eine Hommage an religion-thematisierende Triptychen während des Mittelalters sein. Anlass dazu war Hieronymus Boschs Der Garten der Lüste, welches auch auf dem Cover von Celtic Frosts Into the Pandemonium zu sehen war und Hans Memlings Triptychon Das Jüngste Gericht. Ein weiterer Grund für die Wahl des Bandnamens war, dass diese meist dreiteiligen Bilder, laut Fischer, auf ihn einen besonderen Einfluss an Kreativität haben. Zudem sollte mit Triptykon der letzte Teil seiner Musikkarriere beginnen.

Eigentlich als Nebenprojekt neben seiner damaligen Band Celtic Frost gedacht, startete Thomas Gabriel Fischer gemeinsam mit der Bassistin Vanja Slajh im Frühjahr 2008 das damals noch namenlose Projekt Triptykon. Es folgten erste Gespräche mit verschiedenen Death-, Doom- und Black-Metal-Gitarristen. Als sich im April 2008 Celtic Frost auflöste, bekam das Projekt einen neuen Wert an Wichtigkeit und Fischer gab ihm den Namen Triptykon als Hommage an die mehrteiligen Triptychen. Zudem stieß Dark-Fortress-Gitarrist V. Santura zur Band hinzu, der zuvor bereits bei Celtic Frost als Live-Gitarrist mit Fischer zusammengespielt hatte. Als während der Probe-Sessions Ende 2008 schließlich auch noch Ex-Celtic-Frost-Drummer Reed St. Mark zur Band hinzukam, war die Besetzung komplett; jedoch stellte diese Konstellation Fischer und Slajh nicht zufrieden, so dass St. Mark durch Schlagzeuger Norman Lonhard (ex-Fear My Thoughts) ersetzt wurde.

Nachdem es gelungen war, die gesamte Infrastruktur samt Management und Booking-Agentur von der ehemaligen Band Celtic Frost zu übernehmen, begann die Band im August 2009 mit den Aufnahmen zum Debütalbum Eparistera Daimones (‚Zu meiner Linken, die Dämonen‘). Es wurde am 22. März 2010 über Century Media veröffentlicht und enthielt, wie man bereits vermutet hatte, viele Stücke, die einst für das Nachfolger-Album von Celtic Frosts Monotheist bestimmt waren. Es folgten mehrere Live-Konzerte, wie zum Beispiel beim Roadburn Festival im April 2010, bei dem Triptykon als Headliner spielten. Im Oktober 2010 veröffentlichte die Band anschließend die EP Shatter, auf der sich neben drei bislang unveröffentlichten Songs auch zwei Live-Aufnahmen während des Roadburn Festivals befanden. Am 11. April 2014 ist das neue Album Melana Chasmata erschienen.

Die Texte der Band behandeln Themen wie Okkultismus, religiösen Fanatismus, die menschliche Desintegration und Nihilismus. Der musikalische Stil der Band lässt sich oftmals mit dem von Celtic Frost vergleichen.

Triptykon spielen Iceman-Gitarren von Ibanez.

Diskographie
Chartplatzierungen
(vorläufig)
Erklärung der Daten
Alben[3]

Eparistera Daimones
DE 81 02.04.2010 (1 Wo.)
CH 73 04.04.2010 (1 Wo.)
Melana Chasmata
DE 52 25.04.2014 (3 Wo.)
CH 32 20.04.2014 (2 Wo.)
US 171 03.05.2014 (… Wo.)

2010: Eparistera Daimones
2010: Shatter (EP)
2014: Melana Chasmata

Aktuelle Besetzung:

Gesang, Gitarre - Thomas Gabriel Fischer
Gitarre, Gesang - V. Santura
Bass - Vanja Slajh
Schlagzeug - Norman Lonhard

Ehemalige Mitglieder:

Schlagzeug - Reed St. Mark*

TRIPTYKON sind bestürzt über den Tod des Künstlers H.R. Giger, dem sie das Cover-Artwork ihres aktuellen Albums "Melana Chasmata" zu verdanken haben. Im Namen der Band zollt Tom Gabriel Warrior dem verstorbenen Schweizer Tribut:

"'I fight the impending lure of belated sleep
For fear of waking up and you are gone'

Triptykon, My Pain, 2010

Zum ersten Mal seit 74 Jahren wurde eine Nacht nicht vom unbeschreiblichen Licht erhellt, das H.R. Giger war.

H.R. Giger wurde gegen jede Wahrscheinlichkeit unser Mentor, als wir, etwas kühn, vor rund 30 Jahren mit ihm in Kontakt traten. Zu einer Zeit, in der fast jeder die Musik lächerlich machte, ignorierte oder sogar behinderte, die die ziemlich unbekannte Schweizer Band HELLHAMMER machte, hörte Giger uns an, redete mit uns und gab uns eine Chance.

Etwas mehr als ein Jahr später machte seine außergewöhnliche, fantastische Kunst "To Mega Therion", eines der möglicherweise wichtigsten CELTIC FROST-Alben, noch bedeutsamer. Auch weitere Verbindungen zu Gigers Universum manifestierten sich, beinahe als wäre es Vorsehung.

Irgendwann, nach vielen weiteren Jahren, wurde aus der Mentorschaft eine Freundschaft. Es war eine Freundschaft und eine persönliche Verbindung, die mir unendlich wichtig war, und sie schloss seine wunderbare Frau Carmen mit ein, genauso wie viele weitere Menschen, die Teil seines Umfelds waren.

Als CELTIC FROST 2008 ein bitteres Ende fanden, waren H.R. Giger und seine Frau unter den Menschen, die Zeugen meiner Verzweiflung wurden und mir beistanden. Dass Giger nachfolgend zustimmte, mit meiner neuen Band TRIPTYKON zusammenzuarbeiten, und uns damit dazu verhalf, unser erstes Album "Eparistera Daimones" zu veröffentlichen, mit einem seiner spektakulärsten Gemälde auf dem Cover, bedeutete mir unglaublich viel.

Auch Giger erfreute das sehr. Das sagte er mir zu mehreren Gelegenheiten, und im Oktober 2011 machte er mich sprachlos, indem er vorschlug, die Zusammenarbeit zwischen ihm und TRIPTYKON weiter fortzusetzen. Ich hätte niemals von mir aus danach gefragt, denn ich wollte auf keinen Fall unersättlich erscheinen. Er wischte solche Bedenken beiseite, und es war seine Mentorschaft, Freundschaft und Kunst, die uns ein weiteres Mal dabei half, ein zweites Album aufzunehmen, auf dem Musik und Kunst eine nahtlose Symbiose eingehen. Erst vor ein paar Wochen hielt er das Ergebnis in seinen Händen, und er liebte es.

Doch ganz egal, was ich auch über H.R. Giger schreiben könnte, diese Worte werden ihn niemals wirklich akkurat als Mensch und Freund beschreiben können. Es ist vollkommen unvorstellbar, sich eine Welt ohne seinen Geist, seine Vorstellung, sein Genie, seinen Horizont, seine Entschlossenheit, seinen Humor, seine Freundschaft und seine unermessliche Liebenswürdigkeit auszumalen. Und doch bleiben wir nun in genau solch einer Welt zurück."


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